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Endlich rückt die Wiedereröffnung der Bücherei in sichtbare Nähe!

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Den Eröffnungstermin erfahren Sie sobald als möglich.

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Eva Gröll-Wachenfeld (Büchereileitung)

Christine-Brückner-Bücherei Bad Arolsen
Rathausstr. 3
34454 Bad Arolsen
Telefon: 05691 / 6245670
E-Mail: stadtbuecherei-bad-arolsen@gmx.de

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Orhan Pamuk: Die Nächte der Pest.


Aus dem Türkischen von Gerhard Meier.
Carl Hanser Verlag, München 2022. 695 Seiten, 30 Euro.

 

Orhan Pamuks neuer Roman "Die Nächte der Pest" erzählt von einem osmanischen Mikrokosmos im Mittelmeer, der sich um 1900 gegen eine Epidemie, religiösen Wahn, Verschwörungstheorien, Aberglauben und Nationalismus behaupten muss. Dabei ähnelt vieles verblüffend den Nachrichten der Gegenwart.

Es war einmal …. eine Insel in der Ägäis von „beängstigender“ Schönheit, mit Häusern aus weißem Stein und grün überwachsenen Felsen. Die schöne Insel, die alle Ankommenden bei ihrem Anblick bezaubert, trägt den Namen Minger. Es gibt hier üppiges Grün, putzig rote Dächer und einen mächtigen weißen Burgfelsen. Pferdekutschen zuckeln übers Pflaster, die Menschen handeln, jeder in seinem Glauben, mit Rosenwasser, mit Düften, Salben und Pasten. Das erzählt uns eine osmanische Prinzessin, die dabei gewesen ist. Und wenn Sie nicht gestorben wären, könnte man denken, wäre es das Paradies auf Erden gewesen. Aber sie sind gestorben, und zwar schon lange, bevor Corona ein Dauerthema wurde. Die ansteckende Erkrankung war die Pest, die – tatsächlich – Ende des 19. Jahrhunderts bis ins 20. Jahrhundert vor allem in Asien Millionen Todesopfer forderte.

Die Seuche durchdringt das Miteinander, legt menschliche Abgründe frei und vernichtet bislang liebgewonnene Gewissheiten mit zerstörerischer Kraft. Dabei sind natürlich „die Anderen“ Schuld, also für einen die Pilger aus Mekka, die den Erreger eingeschleppt haben sollen, für die anderen die Händler aus Alexandrien. Beim Leugnen der Krankheit, dem Ringen um Freiheit und Beschränkung, Wissenschaft, Vernunft und Verschwörungstheorien mischen mit: muslimische Scheichs und orthodoxe Priester, reiche Bürger und arme Schlucker, von westlichen Quarantänevorstellungen angetriebene Ärzte, korrupte, liebestolle Politiker, Spitzel und Spione und ein Nationalist namens Kommandant Kâmil. Als schließlich Sultan Abdülhamit II. sowie England und Frankreich die Insel mit Kriegsschiffen blockieren lassen, um die weitere Ausbreitung der Pest zu verhindern, sind die Menschen auf sich allein gestellt. Die Blockade schützt aber auch die neuen Machthaber auf der Insel, die während der Seuche ihre Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich erklärt. Dass Kommandant Kâmil selbst früh von der Seuche dahingerafft wird, tut seinem Nachleben im neuen Staate keinen Abbruch.

Dieser aus der Katastrophe geborene Staat wirkt dann in vielem wie eine Miniatur der Republik Türkei, was dem türkischen Nobelpreisträger Orhan Pamuk – schon wieder – eine Klage wegen Majestätsbeleidigung eingebracht hat. Tatsächlich wechseln sich in dieser epischen Erzählung Historisches und Fiktives übergangslos ab, so dass einem beim Lesen die Ebenen schon mal durcheinandergeraten können. Pamuk nimmt sich viel Zeit, um sich an einem Despoten abzuarbeiten, an Sultan Abdülhamit II., der in Reformen des Reichs einwilligt und die neue Verfassung rasch wieder kassiert. Der Alleinherrscher verfolgt seine Gegner mit Härte und nutzt den Islam als Machtmittel. Osmanisch nostalgisch wird es bei Pamuk nie.

Orhan Pamuk, der seine Heimat unendlich liebt und deshalb endlos mit ihr hadert, bringt das Kunststück fertig, sowohl ein Gruselmärchen als auch Geschichte geschrieben zu haben. Obwohl sein Thema todtraurig ist, ist es überraschend verspielt und gleichzeitig hochpolitisch – und lesenswert!

Dr. Helmut Schaaf für die notgeöffnete, ehrenamtliche Christine Brückner Bücherei Bad Arolsen

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Buchtipp von Dr. Helmut Schaaf für den Förderverein der Bücherei

 

Gerd Nickoleit |und Katharina Nickoleit

Fair for Future.

Ein gerechter Handel ist möglich

Ch. Links Verlag (2021)
224 S., 42 Abb.,
ISBN: 978-3-96289-113-8

Nach „Fridays for future“ nun auch “fair for future? Springt da jemand auf einen Zug auf oder spinnen da zwei etwas weiter, was nur zu logisch folgt, wenn man für das Klima in der Welt nicht nur die Temperatur und das CO2 anschaut. Fakt ist, dass die Bemühungen um einen fairen Handel schon lange vor den „Fridays for Future“ begannen – aber wie diese noch lange nicht ausreichend umgesetzt werden konnten.
Begonnen hat der Versuch eines fairen Handelns aus einem eher karitativen Engagement in den 1970er Jahren, das aber kein Almosen sein sollte. Das wurde zunächst meist mitleidig belächelt. Inzwischen gibt es auch für dieses Marktsegment so viele Versuche der Vereinnahmung, dass man schon wieder skeptisch sein darf und es etwa für „el Rojito“ gute Gründe gibt, ihren fair gehandelten Kaffee nicht „Fair Trade“ zu besiegeln. So gehören zum Fairen Handel außer einer „gerechten, weil angemessenen Bezahlung“ und fairen Geschäftsbeziehungen (etwa, dass Verträge auch eingehalten werden, wenn die Ware geliefert wurde)
•    die Chancengleichheit auch für etwa infrastrukturell benachteiligte Gruppen
•    die Eindämmung von Kinderarbeit
•    der Schutz und die Förderung der kulturellen Identität und traditionellen Fähigkeiten von Kleinproduzentinnen, die sie in ihren Handwerksdesigns, Lebensmittelprodukten und damit verbundenen Leistungen zum Ausdruck bringen
•    und nicht zuletzt der Schutz der Umwelt.
Wenn es aber selbst Tchibo schaffen kann, ein fair trade Siegel zu bekommen, muss etwas schief sein.
Wie es soweit kommen konnte, erzählt ein Mann der ersten Stunde. Gerd Nickoleit hat die Aktion „Jute statt Plastik“ gestartet, die den Fairen Handel auch über die Szene hinaus bekannt gemacht hat. Er wurde der erste Hauptamtliche des Fairen Handels in Deutschland und hat u.a. das Fair-Handels-Haus GEPA und das Forum Fairer Handel mitgegründet. Dass seine Tochter trotz einer konsequenten Erziehung zum nachhaltigen Handeln dabeigeblieben ist, darf man wohl auch seinem vorgelebten Engagement zuschreiben. Während die anderen bunte Turnbeutel mit in die Schule nahmen, musste für sie eine Jutetasche reichen. Beim Weihnachtswichteln schämte sie sich, dass sie statt „cooler Sachen“ Batik aus Indien weitergeben sollte. Da tröstete es auch wenig, wenn sie – zu Recht – als avantgardistisch gelobt wurde. Jetzt hat sie, die freie Journalistin, die auch schon im gleichen Verlag ein Buch über Bolivien verfasst hat, mit ihrem Vater dieses kleine Geschichtsbuch geschrieben. Die rote Linie ist ein historischer Abriss von der Entwicklung aus dem non-profit Sektor bis hin zu einem Marktsegment, das um die 3% des Wohlstandshandels ausmacht. So wird durch den fairen Handel überwiegend das "ethische Marktsegment" für Menschen bedient, denen es aus politisch-ethisch-moralischen Gründen wichtig ist, für bessere Arbeitsbedingungen und ökologisch schonendes Produzieren auch mehr zu bezahlen – auch weil sie es sich leisten können. Nur kommt der größte Teil des Gewinns immer noch nicht bei den Produzentinnen an, was auch, aber nicht nur mit der Lieferkette zu tun hat.
So gibt es neben dem berechtigten Stolz, etwas angestoßen, entwickelt, und zäh mit allem Vor- und Zurück nach vorne gebracht zu haben auch vieles zu kritisieren und zu hinterfragen, was die beiden auch ansprechen.
Was das Buch – zumindest für Ältere wie mich – spannend und lebendig werden lässt, sind die eingestreuten Anekdoten die an Zeiten mit viel power, Lachen, aber auch mit Wehmut erinnern. Dazu zählen Endlos-Sitzungen im heimischen Wohnzimmer bei (damals!) teilweise kaum trinkbarem Nicaragua Kaffee, der nur noch mit größter Solidarität nachgekauft wurde. Zu den „Mühen der Ebene“ gehörte aber auch der teilweise erst zu erlernende Umgang mit den Interessen verschiedener Produzentengruppen, was u.a. auch zu einem deutlich verbesserten Kaffeegenuss geführt hat. Der war auch nötig, um sich danach mit den Versuchungen der zunehmenden Vereinnahmung bis zum bloßen Etikettenschwindel auseinandersetzen zu können. Das könnte nun auch für die heutigen „Fridays for Future“ interessant sein, denn dieser Prozess von der Ablehnung über die politische Bekämpfung bis hin zur sinnentleerenden Umarmung ist beispielhaft auch für viele andere Projekte. Auch das ist Thema des Buches.
Zu Recht konstatieren die Beiden, dass der Faire Handel schon vieles richtig macht. Das ist nachvollziehbar und auch wegen der vielen Anekdoten gut lesbar in seinem aneckenden Verlauf beschrieben. Am Ende des Buches steht die Hoffnung, dass es jetzt aber eigentlich erst – auf einem anderen Niveau – richtig los, also weiter gehen soll.
H Schaaf

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