Unsere Lesetipps

Erika Swyler: Das Geheimnis der Schwimmerin

 Simon Watson lebt allein in einem verwitterten Haus an der Küste Long Islands. Seine Eltern sind lange tot, seine Schwester Enola reist als Schaustellerin durchs Land und meldet sich nur selten bei ihm.

Eines Tages erhält er von einem Unbekannten ein rätselhaftes altes Buch, das ihn sofort in seinen Bann zieht. Denn die brüchigen Seiten erzählen von einer großen Liebe, vom dramatischen Tod einer Schwimmerin und vom tragischen Schicksal einer ganzen Familie - Simons eigener Familie. Denn wie es scheint, finden die Watson-Frauen seit 250 Jahren im Wasser den Tod - immer am 24. Juli. Als nun seine Schwester Enola zu Besuch kommt, scheint sie seltsam verändert - und der 24. Juli steht unmittelbar bevor... 

Die Autorin hat bereits für die Bühne sowie diverse Literaturmagazine und Anthologien geschrieben. Das Geheimnis der Schwimmerin ist ihr erster Roman. Eine spannende und außergewöhnliche Familiengeschichte - angefangen bei einer rätselhaften jungen Frau mit einem ganz besonderen Geheimnis. 

Dorothee v. Beerfelde

 

Annie Proulx: Aus hartem Holz

 Ausgehend von zwei französischen Holzfällern, die im 17. Jahrhundert in Nordamerika beim gleichen Dienstherren Bäume fällen, spannt sich eine über Generationen gehende Reise der Geschichte der nordamerikanischen Siedler und Ureinwohner. Die anfangs scheinbar unendlichen Holzvorkommen und die Traditionen der Indianer schwinden im Lauf der Jahre…

Annie Proulx („Schiffsmeldungen“) trifft mit diesem Roman ins Herz Amerikas. Große Hochachtung vor dem Wissen dieser Frau! Viele Wörter habe ich das erste mal gelesen und musste sie nachschlagen („Sassafras“). Die Beschreibung von dem nie endenden menschlichen Willen, die Natur zu zerstören, tat zuweilen weh. 

Gabriele Huber

  

Marliese Arold: Cool Cats & Hot Dogs (zum Sommerferien-Leseclub)

Johanna übernimmt mit Mutter und kleiner Schwester eine Katzenboutique. Dann eröffnen Joe und sein Vater gegenüber einen Hundeladen und ziehen auch noch mit 2 Hunden dort ein! Johanna findet Hunde und ihre Besitzer blöd. Doch dann braucht sie Joes Hilfe, und scheinbar ist er gar nicht doof ... für alle ab 10 Jahre

Dieses Buch ist einfach wunderbar!

Gabriele Huber

 

Mechthild Gläser: Emma, der Faun und das vergessene Buch

Emma lebt in einem Internat, dort findet sie ein altes Tagebuch, das alles wahr werden lässt, was man hineinschreibt. Parallel sucht Darcy nach seiner Schwester, die vor einigen Jahren vom Internat spurlos verschwand....Ab 12 Jahre

Spannendes Buch auch für Erwachsene! Diese junge Autorin schreibt klasse!

Gabriele Huber

 

„Der Brief“ – Debütroman von Carolin Hagebölling

Die 30 jährige Journalistin Marie lebt glücklich und gesund mit ihrer Partnerin Johanna in Hamburg als sie plötzlich einen Brief von ihrer alten Schulfreundin Christine bekommt. Darin ist von Maries Leben in Paris die Rede, mit dem Galeristen Victor, und von einer lebensbedrohlichen Krankheit. Als es nicht bei diesem einen Brief bleibt beschließt Marie der Sache auf den Grund zu gehen, besucht Christine um zu erfahren warum sie ihr diese absurden Briefe schreibt. Sie fährt auch nach Paris und macht dabei eine unglaubliche Entdeckung…

Ein spannender, mysteriöser Liebesroman der die beiden Realitäten verschmelzen lässt.  Unbedingt lesen!

Nadja Westermayer

Jess Jochimsen: Abschlussball

Marten ist Beerdigungstrompeter am Münchner Nordfriedhof und auch sonst ein seltsamer Zeitgenosse, schon in der Kindheit fühlte er sich müde und alt. Wie es durch merkwürdige Vorfälle und außergewöhnliche Freundschaften Marten gelingt, den eigenen Ton und Freude am Leben zu finden, erzählt dieser besondere Roman. Ein außergewöhnliches Thema, mit viel Liebe zur Musik – dem Münchner Autor Jess Jochimsen, geb. 1970, ist ein anspruchsvoller, empfehlenswerter Außenseiter- und Heimatroman gelungen!

Hiltrud Braun

 

Hannah Tinti: Die zwölf Leben des Samuel Hawley

Als Samuel Hawley mit seiner Tochter Loo nach Olympus zieht, soll das kleine Küstenstädtchen ihr Zuhause werden. Doch auch als das ständige Umherziehen ein Ende hat, finden die beiden nur schwer Anschluss. Die Geheimnisse um Hawleys Vergangenheit machen die Einwohner misstrauisch. Als Loo ihrer Großmutter begegnet, erfährt sie, dass hinter dem Unfalltod ihrer Mutter mehr steckt, als sie bisher glaubte. Und so sehr ihr Vater auch versucht, sie zu schützen: Sein früheres Leben als Krimineller holt die beiden wieder ein.

Ein fesselnder Vater-Tochter-Roadtrip, spannend und berührend zugleich.

Dorothee v. Beerfelde

 

Stina Lund: Preiselbeertage

Schweden: Das ist für Ariane das Land ihrer Kindheit, das Land mit dem roten Holzhaus ihrer Eltern am See, das Land der Preiselbeeren.

Aber auch das Land, im dem sie nie wirklich zu Hause war, anders als ihre pragmatische Mutter und die lebensfrohe Schwester Jolante. 

Seit Jahren war Ariane nicht mehr in Schweden. Gleich nach der Schule ist sie nach Deutschland ausgewandert, die ursprüngliche Heimat ihrer Eltern.

Die waren nach der Wende aus der DDR nach Schweden gezogen und sprachen nur selten von ihrem alten Leben. 

Dann bekommt Ariane die Nachricht vom plötzlichen Tod ihres Vaters - und von einem Manuskript, das er ihr vererbt hat. Doch das scheint spurlos verschwunden. Gegen jede Vernunft geht Ariane zurück nach Schweden und hofft, dort endlich herauszufinden, wohin ihr Herz  gehört … 

Warmherzige Familiengeschichte, in der sich auch ein Stück der deutschen Geschichte wiederfindet.

 Dorothee v. Beerfelde

 

 Sy Montgomery: Rendezvous mit einem Oktopus

Sie können spielen, lernen, Menschen erkennen und mit ihren Saugnäpfen die Haut der Menschen erschmecken: Die Fähigkeiten von Kraken sind erstaunlich und wunderbar. Die Naturforscherin Sy Montgomery hat sich intensiv mit den achtarmigen Meeresbewohnern beschäftigt und eine ganz außergewöhnliche Spezies kennengelernt.

Eine besondere Liebesgeschichte: Als die Autorin das erste Mal im Bostoner Aquarium einen Pazifischen Riesenkraken kennenlernt, ist"s um sie geschehen. Und um den Leser dieses Buches auch:-) 

Gabriele Huber

 

„Buch“ von John Agard

„Mein Name ist Buch und nun erzähle ich euch meine Geschichte…“

Kindersachbuch über die Entstehung und Entwicklung der Schrift und des Buches. Wunderbar unterhaltsam, da das Buch in der Ich-Perspektive erzählt, was es alles in der Zeit der Entstehung erlebt hat: wie Geschichten entstanden sind, worauf die ersten Wörter festgehalten wurden, überhaupt wer die Schrift erfunden hat bis hin zum heutigen Stand. Auch das E-Book wird erwähnt.

Sehr informativ aber auch witzig spritzig liest sich das Leben des Buches. Für jede Altersstufe (auch Erwachsene) wärmstens empfohlen!

Nadja Westermayer

 

Christina Baker Kline:  Die Farben des Himmels

Die abgeschiedene Farm ihrer Familie in Maine ist die einzige Welt, die Christina Olson kennt. Eine seltene Krankheit schränkt ihren Radius extrem ein und verhindert, dass sie diesen kleinen Kosmos verlassen kann. Als ihre ersehnte Verlobung in die Brüche geht, platzt ihre letzte Hoffnung, der Enge ihres Lebens zu entkommen. Doch dank ihres unbeugsamen Willens gelingt es Christina, sich eine ganz eigene Welt zu erschaffen – in deren Mittelpunkt die tiefe Freundschaft mit dem Maler Andrew Wyeth steht. Er zeigt ihr, dass es mehr als eine Art gibt zu lieben, und verewigt sie in einem der berühmtesten Gemälde des 20. Jahrhunderts.

Die Autorin wuchs in England und den USA auf. Sie studierte und unterrichtete Literatur. Nach ihrem großen Erfolgsroman „Der Zug der Waisen“ schrieb sie „Die Farben des Himmels“, das literarische Portrait einer Frau, die von dem bedeutenden amerikanischen Maler Andrew Wyeth gemalt wurde.

Ein gefühlvoller und sehr bewegender Roman über eine starke Frau, die sich ihre ganz eigene Welt erschafft.

Dorothee von Beerfelde

 

Walter Mayer: Brot – auf der Suche nach dem Duft des Lebens

Vom ABC des Brotes bis zum Brotbacken in Marokko – der Journalist Walter Mayer befasst sich in diesem Buch umfassend mit Brot. Eine fein abgewogene Mischung aus Reportage, Kulturgeschichte, Lieblingsrezepten und außergewöhnlichen Interviews.

„Brot riecht nach Heimkommen, nach Familie und Liebe“ – so die Aussage des Verfassers Walter Mayer, der selbst aus einer Bäckersfamilie stammt. Der Autor ist gelernter Buchhändler und war nach Stationen bei Tempo, Bunte und Prinz viele Jahre Chefredakteur von BZ und Bild am Sonntag, er lebt in Berlin.

Hiltrud Braun

 

Joe Monninger: Solange der Fluss uns trägt

 

Cobb und Mary lernen sich bei einer Kanutour auf dem Allagash River in Maine kennen.

Während sie abends gemeinsam am Lagerfeuer sitzen und unter den Sternen schlafen, verlieben sich beide unsterblich ineinander. Sie spüren, dass sie zusammengehören, doch ihre Liebe wird auf eine harte Probe gestellt: Mary leidet an einer unheilbaren Krankheit, die Körper und Geist zerstört. Sie will Cobb damit nicht belasten, doch er schwört, sie auf ihrem Weg ins Ungewisse zu begleiten.

 Joe Monninger ist der Autor vieler preisgekrönter Romane. Er ist Professor für Anglistik an der Plymouth State University und lebt mit seiner Familie in New Hampshire.

 Bewegende Geschichte über eine Liebe im Schatten einer zerstörenden Krankheit.

 Dorothee v. Beerfelde

 

 

Maggie O’Farrell: Ich bin, Ich bin, Ich bin

Die 1972 geborene Autorin erzählt in 17 autobiografischen Kapiteln über gefährliche Situationen aus ihrem Leben. Die verstörende Begegnung bei einer Wanderung, das spontane Über-die-Straße-laufen als Kind und weitere Rückblicke.

...das klingt zwar nicht sonderlich interessant, ist aber ein Meisterwerk der Schreibkunst! 

So klar, ehrlich und lesenswert gibt es selten Einblicke in ein Frauenleben. 

Gabriele Huber 

 

Dörte Hansen: Mittagsstunde

Ingwer Feddersen, 47-jähriger Archäologe aus Kiel, spürt in seinem Heimatdorf Brinkebüll der Vergangenheit nach. Hinterm Tresen des Dorfkrugs steht immer noch Großvater Sönke, alles andere hat sich verändert: Felder begradigt, Hecken, Singvögel und Störche weg, Ulmen und Höfe gestorben. Mit großer Wärme erzählt Dörte Hansen vom Verschwinden einer bäuerlichen Welt, von Verlust, Abschied und von einem Neubeginn.

Dörte Hansen, geboren 1964 in Husum, arbeitete nach ihrem Studium der Linguistik als NDR-Redakteurin und Autorin für Hörfunk und Print. Sie lebt mit ihrer Familie in Nordfriesland. Ihr Debütroman „Altes Land“, erschienen 2015, stand ebenso auf den Bestsellerlisten.

Ein wunderbares Buch, auch für Leser aus Süddeutschland!

Hiltrud Braun

  

Kate Morton: Die Tochter des Uhrmachers

 Sommer 1862: Der Künstler Edward Radcliffe lädt Freunde in sein Landhaus am Ufer der Themse ein. Doch der verheißungsvolle Sommer endet in einer Tragödie - eine Frau stirbt, eine andere verschwindet und Radcliffes Leben ist ruiniert.

 150 Jahre später entdeckt die Archivarin Elodie eine alte Fotografie einer sehr schönen Frau und die Zeichnung eines Hauses an einer Flußbiegung.

Elodie kommt das Haus bekannt vor. Sie macht sich auf die Suche ...

 

Spannende und mystische Geschichte über ein geheimnisvolles Haus und seine Bewohner.

 Dorothee von Beerfelde




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