Lesehund

Tierische Leseförderung ab September 2020!

Dürfen wir vorstellen?

Lesehund Luna und Besitzerin Tanja!

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(Bildquelle: Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., Regionalverband Oberfranken)

Ihr habt Interesse?

Meldet euch einfach bei uns und wir sprechen Termine ab.

Ihr kommt dann zu einer Zeit in die Bibliothek, in der die Bibliothek geschlossen hat. Dann habt ihr ganz viel Ruhe und Luna ganz für euch. Ihr müsst nichts mitbringen. 

Anmeldungen
Während der Öffnungszeiten vor Ort:
Spitalstraße 10
97447 Gerolzhofen
Per Telefon: 09382 66 65
Per E-Mail: stabigeo@gerolzhofen.de
Per Chat: 0160/6213785 (Whatsapp und Telegram)
Unsere Partner

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Weitere Informationen über das Projekt

Der Johanniter-Lesehund – ein besonderer Freund

„Lesen stärkt die Seele" - Voltaire

Wer liest, weiß mehr. Lesen erweitert den Horizont und ist Voraussetzung, um sich Wissen anzueignen. Gerade für Schulanfänger ist es eine der spannendsten Reisen überhaupt, Schritt für Schritt zu erfahren, was sich hinter Buchstaben verbirgt. Doch nicht alle tun sich leicht damit: Vor allem lautes Vorlesen fällt vielen Kindern schwer – vor dem Lehrer, den Mitschülern, den Eltern, die vielleicht ungeduldig werden, Fehler anmahnen oder sich lustig machen. Wie schön wäre es da, einen Zuhörer zu haben, der wirklich nichts Anderes tut, als geduldig zu lauschen! Das Projekt „Lesehunde“ der oberfränkischen Johanniter will genau das für kleine Leser möglich machen: Lesehunde sollen den Kindern die Angst nehmen und ihnen helfen, besser lesen zu lernen. Die Leseeinheiten sind für die Kinder vollkommen kostenlos. Die entstehenden Aufwendungen u.a. für Versicherungen, Aus- und Fortbildungen und Ausstattung werden über Sponsoren finanziert.

Lesehunde in Schulen:

Das Projekt Lesehunde ist ein Angebot für Kinder, das im Februar 2018 mit der ersten Ausbildung für Hunde und Hundehalter gestartet ist. Seit Januar 2019 sind die ersten Lesehunde-Teams an Schulen in der Region im Einsatz. Das ehrenamtliche Projekt bietet Schülern die Möglichkeit, gemeinsam mit einem Lesehund positive Leseerfahrungen zu machen, Lesen zu lernen oder Freude am Lesen (wieder) zu gewinnen. Unsere Lesehunde-Teams besuchen jede Woche zu festgelegten Terminen „ihre“ Schule. Dort lesen die Kinder, die vorab von den Klassen-/Schulleitern aufgrund des Förderbedarfes ausgewählt wurden, dem Lesehund jeweils 20 Minuten vor – in einem speziellen Leseraum oder einem anderen ruhigen, geeigneten Raum. In diesen 20 Minuten können die Schüler „ihrem“ Lesehund eine Geschichte vorlesen, die auf ihre Lesefähigkeiten zugeschnitten ist. Dabei konzentriert sich das Kind ganz auf den Hund, vergisst seine Umgebung und entspannt sich. Es fürchtet sich nicht und spürt keinen Druck, sondern erlebt Freude beim Lesen.

Der Lesehundeffekt:

Ergebnisse vieler Studien zeigen, dass der Kontakt von Menschen und Tieren mit einer Reihe von positiven Effekten verknüpft ist. Zu diesen Effekten gehören z.B. die Reduktion von Angst und Furcht, größere Ruhe, die Reduktion von Aggressionen und Stress sowie eine verbesserte Lernfähigkeit. Inzwischen wird auch der Einsatz von Lesehunden wissenschaftlich untersucht. So zeigt eine Studie der Universität Rostock zum Thema “Lesen mit Hund”, dass Stressfaktoren abnehmen, wenn Kinder einem Therapiehund vorlesen. Der Lernprozess wird positiv beeinflusst, der Lesehund bewirkt Entspannung und Sicherheit. Durch diese positive Motivation gelingt es, dass die Kinder wieder angst- und damit auch stressfrei (vor-)lesen und auch wieder mehr am Unterricht teilnehmen. Durch die regelmäßigen Begegnungen wird der Lesehund zum vertrauten Gegenüber. Das Kind gewinnt Selbstvertrauen und kann in einer geschützten Atmosphäre auf spielerische Art und Weise seine Lesefähigkeit verbessern.

Das Lesehund-Team:

Ein Lesehund-Team besteht aus einem Lesehund und einem ehrenamtlichen Lesehund-Begleiter. Bevor die Teams eingesetzt werden, durchlaufen die Hunde einen Wesenstest. Dabei wird zum Beispiel getestet, wie sie auf laute Geräusche reagieren, was passiert, wenn sie bedrängt werden und ob sie die wichtigsten Grundbefehle kennen. Daran schließt sich eine theoretische und praktische Ausbildung für Hundehalter und Hunde an (3-Tages-Seminar). So wird sichergestellt, dass nur kinderliebe und geeignete Hunde eingesetzt werden und Hund und Hundehalter gut auf ihre Aufgabe vorbereitet sind.
Während der Leseeinheiten ist die Rolle der Hundehalter klar definiert: Die Interaktion findet alleine zwischen Kind und Lesehund statt. Der Hundebegleiter ist nur dabei, um Fragen zu beantworten, kleine Hilfsimpulse zu geben oder um das Kind zu loben, wenn es „seine“ Geschichte vorgelesen hat. Aus Tierschutzgründen sind die Lesehunde maximal eine Stunde pro Tag im Einsatz, um den Hund nicht zu überfordern. DIe Kinder werden 1-zu-1 betreut, d.h. an den Leseeinheiten nimmt jeweils nur ein Kind teil, ein Hund kann also maximal 3 Kindern pro Tag „zur Verfügung stehen“.

Projektziel:

Ziel ist es, bei Kindern, die beim Lesen unsicher sind oder Angst vor dem Lesen haben, die Freude und das Interesse am Lesen (wieder) zu wecken und letztlich die Lesekompetenz zu steigern: Je mehr Kinder lesen, desto besser lesen sie und umgekehrt. Umso wichtiger ist es, die Lust am Lesen (wieder) zu entfachen.

(Quelle: Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., Regionalverband Oberfranken)

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