Neue Stadtbücherei

Umfrageergebnisse für neue Stadtbücherei

Gemütliche Sitzlandschaft und Kaffeebar 

 Dezember 2021     

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Foto: includi          

 
  

Die Stadtbücherei soll 2023 auf den Houiller Platz ziehen. Das mit Umbau und Inneneinrichtung beauftragte Architekturbüro includi hatte im Oktober eine Online-Umfrage zur Gestaltung der neuen Bücherei lanciert. Die Umfrage kam in Form eines bildreichen Kartenspiels daher, das die verschiedenen Aspekte einer Bibliothek – von der konkreten Einrichtung bis hin zu Ambiente und Ästhetik – behandelte.

Insgesamt nahmen 399 Personen an der Umfrage teil. Dabei waren alle Altersklassen vertreten; sowohl ganz junge Menschen unter zwölf Jahren (14 Personen) als auch ältere Menschen über 70 Jahre (13 Personen) klickten sich durch die Fragen. Besonders engagiert zeigte sich die Altersgruppe der 30- bis 40-Jährigen mit 99 Personen, gefolgt von den 40- bis 50-Jährigen mit 95 Personen. Die Antworten fielen quer durch die Altersgruppen bei allen Fragen sehr ähnlich aus.

Auf die Frage, welche Atmosphäre die neue Bücherei haben soll, wurden am häufigsten Bilder von wohnlichen Sitzlandschaften, die zum Schmökern oder zum Plausch einladen, angeklickt. Aber auch das Foto einer gemütlichen Kaffeebar schaffte es in die Top drei. Insgesamt standen 100 Bilder allein bei dieser Frage zur Auswahl.

   
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Gewünscht wird eine Bücherei, die zum einen ein gemütlicher Rückzugsraum zur Entspannung und Bildung ist. Und die zum anderen ein Ort der Inspiration, der Begegnung und des Austauschs ist.
Diese Antworten tippten die Befragten auf die offen gestellten Fragen ein, warum sie die Bücherei besuchen würden und was sie vor Ort vorfinden und erleben wollen.

 

Foto: includi

Bürgermeister Lars Keitel freut sich, dass so viele Menschen bei der Umfrage mitgemacht haben: „Die Ergebnisse der Umfrage sind eine wichtige Grundlage für die Planungen der neuen Bücherei. Man sieht, dass es nicht allein darum gehen kann, einen freien Zugang zu Medien zu ermöglichen, sondern dass wir zugleich Aufenthaltsqualität bieten müssen.“ Die Räumlichkeiten müssen dabei gegensätzlichen Bedürfnissen gerecht werden. Es brauche sowohl introvertierte Bereiche zum Lesen und Lernen als auch soziale Bereiche zur Kommunikation. „Ich wünsche mir einen niedrigschwelligen Ort, an dem sich Menschen aus allen Generationen und Milieus begegnen. Die Bücherei soll ein Treffpunkt für die Stadtgesellschaft werden“, so Keitel.

Die gemeinschaftsstiftende Funktion der Bücherei als sogenannter „dritter Ort“, der neben dem eigenen Zuhause und der Arbeitsstelle dem geselligen Beisammensein dient, scheint den Nerv der Zeit zu treffen. Das Bekenntnis zu einer Stärkung der Bibliotheken als dritte Orte hatte es sogar in den Koalitionsvertrag der Ampelregierung geschafft. Da passt es gut, dass in Friedrichsdorf das Architekturbüro includi um den niederländischen Architekten Aat Vos engagiert wurde. Vos und sein Team gelten in der Szene als Experten für die Gestaltung dritter Orte. 

 

Hintergrund:
Weitere Ergebnisse der Umfrage

    

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 Foto: includi                                                                                                                                                     

 In der Umfrage erhielten auf die Frage „Was brauchen Sie in der neuen Stadtbücherei unbedingt?“ die folgenden Antwortmöglichkeiten die meiste Zustimmung: Freundliche Mitarbeiter, verschiedene Sitzgelegenheiten, Komfort, Sauberkeit, WLAN, Toiletten, Gefühl von Wärme, Rückzugsorte, Vielfalt, Strukturiertheit, Kinderfreundlichkeit und Nutzerfreundlichkeit. Die meisten Punkte auf die Frage „Was würden Sie in der neuen Stadtbücherei gerne tun?“ bekamen die Antwortmöglichkeiten: Lesen, Inspiration, Buchempfehlungen, Café mit kleinen Snacks, Spielen, in einer Lounge sitzen, Ausruhen und Erholen, Kurse und Trainings, Gesprächskreise, Schreiben. Die Fragen wurden in ähnlicher Form auch offen gestellt, sodass die Befragten zusätzlich eigene Antworten geben konnten.

 

 

               

 

 


Niederländischer Architekt gestaltet neue Bücherei

Bürgerbeteiligung per Online-Umfrage

 Oktober 2021     

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 Foto: Bohle          

Der Houiller Platz soll die neue Heimat der Stadtbücherei werden. Die Weichen dafür hatte das Parlament Ende des vergangenen Jahres gestellt. Für die Räume, in denen sich zuletzt eine Tedi-Filiale und ein italienisches Restaurant befanden, konnte zwischenzeitlich ein Mietvertrag mit einer Laufzeit von 20 Jahren abgeschlossen werden. Jetzt steht fest, dass der niederländische Architekt Aat Vos samt Team die neue Bücherei gestalten wird.

Aat Vos ist spezialisiert auf Bibliotheken und andere öffentliche Einrichtungen. Erst kürzlich wurde bekannt, dass er die Karl-Preusker-Medaille 2021 verliehen bekommt. Die Medaille gilt als die höchste Auszeichnung im deutschen Bibliothekswesen und würdigt Vos für seine innovativen Raumkonzepte, die Bibliotheken zu Orten des gesellschaftlichen Zusammenlebens machen. Vos prägte in den vergangenen Jahren den Diskurs um sogenannte „dritte Orte“, die jenseits vom eigenen Zuhause oder der Arbeitsstelle dem geselligen Beisammensein dienen. Seine Bibliotheken bieten somit nicht nur Zugang zu Medien aller Art, sondern laden auch dazu ein, andere Leute zu treffen und sich auszutauschen.

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Um eine Bibliothek schaffen zu können, die die Nutzer mit ihren Wünschen in den Mittelpunkt stellt, müssen die Wünsche zunächst aufgedeckt werden. Hierzu hat das Team von Aat Vos eine Online-Umfrage in Form eines bildreichen Kartenspiels erstellt, die die verschiedenen Aspekte einer Bibliothek – von der konkreten Einrichtung bis hin zu Ambiente und Ästhetik – unterhaltsam behandelt. „Ich freue mich, dass die zukünftigen Nutzerinnen und Nutzer die neue Bücherei mitgestalten können und hoffe auf eine große Beteiligung“, so Bürgermeister Lars Keitel. Wer sich beteiligen möchte, kann dies bis zum 25. Oktober durch Teilnahme an der Online-Umfrage in spielerischer Form tun. Zur Umfrage gelangt man über die Webseite www.friedrichsdorf.de/stadtbuecherei. Zu den Öffnungszeiten der Bücherei kann das „Kartenspiel“ auch in der Stadtbücherei im Institut Garnier an einem Computer gespielt werden. Die Stadt hatte bereits 2019 ein Anforderungskonzept für eine neue Bücherei erstellt. Die Online-Umfrage soll nun als Ergänzung und Vertiefung des Konzepts dienen. Die Eröffnung der neuen Bücherei auf dem Houiller Platz ist für 2023 geplant. 

 

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Foto: includi; Heyda          

In Deutschland gestaltete Aat Vos und Team zum Beispiel Bibliotheken in Köln und Würzburg. Die Stadtteilbibliothek Köln Kalk, fertiggestellt in 2018, hat vor allem junge Familien, Kreative und Migranten als Zielgruppen. Ein wohnliches Mobiliar mit kuschligen Ecken lässt eine zwanglose Atmosphäre entstehen, in der man sich mit Freunden verabreden, lernen oder einfach die Seele baumeln lassen kann. Die 2019 eröffnete Stadtteilbücherei Hubland in Würzburg bietet Erlebnisräume für alle Altersgruppen. Ein lebensgroßer Heißluftballon oder eine massive UFO-Konstruktion setzen hier inspirierende Akzente. Ganz aktuelle Bibliotheksprojekte von Aat Vos in Deutschland sind die kürzlich eröffnete Kinderbibliothek in Gütersloh und die noch laufende Renovierung der Kölner Zentralbibliothek.

 


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