Thema des Monats

Dezember: HAMMA, HAMMARAA, HAMMARAANO

Gelesen und zitiert -
Nachfolgenden Artikel aus „Das große bayerische Lesebuch“ des dichtenden Philosophen Franz Ringseis (1919-1997) haben wir für Sie gefunden:

"Die Frau Apotheker gleich um die Ecke redet durchwegs bayerisch, mit höflichen Ausnahmen für Andersgläubige. Komplizierteste Rezeptlisten mit unleserlichstem Doktorgekritzel bringen sie nicht aus der Ruhe. Sie strahlt selbst eine Seelenruhe aus, die schon als Beruhigungsmittel wirkt.

Oft kommt es vor, dass ein Stammkunde schnell anruft und fragt, ob sie die und die Mittel parat habe, weil er sie heute noch braucht. Aber es ist schon Samstag kurz vor Ladenschluss, und er will sicher sein, dass er das Pillen- und Tröpferlzeug noch bekommt. Er zählt ihr die pharma-zeutischen Zungenbrechernamen mehr oder weniger fehlerhaft auf. Und am anderen Ende der Leitung ertönt dann: „Hamma! Hammaraa! Hammaraano!“, will heißen: „Haben wir! Haben wir auch! Haben wir auch noch!“

Worauf der Kunde sagt: „Nakimiumi“ – „Dann komme ich hinüber!“ Drüben angelangt, reicht er sein Rezept über die Ladenbudel, bekommt die bereitgelegten Schachterln und Flascherln ausgehändigt, zahlt den kleinen oder großen oder riesigen Preis, der oft auf 17 oder 42 oder 3 Pfennig ausgeht - eine dämliche Pfennigfuchserei, für die die Frau Apotheker nichts kann – und geht unter gegenseitigem „Gutes-Wochenend“-Wünschen ins Freie."

Wir wollen jetzt nicht die bekannten bayerischen Sprachschlager aufreihen, wie z.B. das „französische“ „Imoaschoaa“ – „Ich meine schon auch“, sondern nur daran erinnern, wie viele exotisch anmutende Wortbildungen wir im bayerischen Alltag gebrauchen, die uns überhaupt nicht auffallen – wie eben jenes „Hamma, Hammaraa, Hammaraano“. Es kann einem dabei z.B. der babylonische König Hammurabi einfallen, der 2000 Jahre vor Christus gelebt und ein großes Gesetzeswerk verfasst hat. Das „Nakumiumi“ des Kunden könnte ein Fremder, würde er es hören, auch für Finnisch halten.

Falls es einem eifrigen Sammler bayerische „Idiome“ gäbe und man würde ihm die drei „Hamma-Variationen“ der Frau Apotheker mitteilen, würde er wahrscheinlich sagen: „Hawi, Hawiaa“ Hawiaanoo! – Habe ich! Habe ich auch! Habe ich auch noch!“

Hawaii lässt grüßen.

Wir freuen uns auch in diesem Monat auf Ihren Besuch. Eine frohe und besinnliche Advents- und Weihnachtszeit wünscht Ihnen
Ihr Team der Stadtbücherei

 

Und wer es in der Vorweihnachtszeit nicht schafft, vorbeizukommen und sich Medien auszuleihen, der sollte sich bei uns schnell einen kostenlosen Zugang zur eBook-Ausleihe von LEO-NORD sichern. Hier können Sie sich rund um die Uhr – auch an allen Feiertagen – Ihren Lesestoff in Form von eBook und ePaper bequem besorgen, ebenso Hörbücher in Form von eAudios.

Dort gibt es natürlich auch eine große Auswahl an Medien zum Thema "Weihnachten"!

November - Monat der SPIRITUALITÄT

Ganz bewusst wollen wir in dieser Zeit unser eigenes Leben in Verbindung bringen mit religiösen und spirituellen Angeboten und Inhalten. Für Menschen, die - gerade in ganz besonderen Lebenssituationen - auf der Suche nach Orientierung, Sinn und einer tragfähigen Spiritualität für ihr Leben sind.

{#}Nutzen Sie die Gelegenheit und nehmen Sie sich eine geistige Auszeit. Entdecken Sie mit Kindern das Göttliche in uns und all seinen Geschöpfen. Oder vertiefen Sie sich in die Gedankenwelt der christlichen Mystiker. Passend hierzu findet am

Donnerstag, 17. November 2022 um 18.00 Uhr eine Stunde in stimmungsvoller Atmosphäre als Meditativer Tanz, mit einfachen, leichten Kreistänzen statt. Meditativer Tanz schafft Gleichgewicht, Ruhe und Harmonie. Durch wiederholende, einfache Schrittfolgen und auch durch die Musik, können wir in Einklang mit uns selbst kommen.

Wir bitten um Anmeldung bis 10. November in der Bücherei oder unter Telefon 08462-2354.

Wir freuen uns auf euren Besuch.
Das Team der Stadtbücherei Berching

In meinem Konto anmelden.